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Turin

Turin - Porta Palatina
Turin - Porta Palatina Bildquelle: Wikipedia - Autor: Godromil (Public domain)




Überblick

Turin
Turin Blick über Turin zu den Alpen - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)



Im Nordwesten Italiens befindet sich die Stadt Turin. Die Italiener nennen die Großstadt Torino. Die Stadt besitzt etwa 900 000 Einwohner und 2,2 Mio. in der Metropolregion. Turin ist der Verwaltungssitz der Metropolitanstadt Turin und der Region Piemont. Sie ist die viertgrößte italienische Stadt. Turin liegt auf einer Höhe von etwa 240 Meter und hat eine Fläche von 130 Quadratkilometer. Von Frankreich im Westen und der Schweiz im Norden ist sie jeweils gut 100 Kilometer entfernt. Die Ebene, in der Turin liegt, wird im Westen und Norden durch die Alpen und im Süden durch die Hügel des Monferrato begrenzt. Die Dora Riparia, der Stura di Lanzo und der Sangone münden bei Turin in den Po. Ein Großteil der Stadt liegt in der Po-Ebene westlich des Flusses, einige kleinere Viertel erstrecken sich auf Hügeln östlich des Po, die eine Höhe von 750 Meter erreichen.


Geschichte

Turin
Turin Impressionen (im Vordergrund der Fluss Po) - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Das Stadtgebiet von Turin wurde in vorrömischer Zeit von Kelten oder Ligurern besiedelt. Bereits im ersten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Römer hier ein Militärlager (Castra Taurinorum), das später dem Kaiser Augustus gewidmet wurde (Augusta Taurinorum). Turin besitzt noch die typische römische Stadtstruktur mit rechtwinklig zueinander verlaufenden Straßen. Das Quartiere Romano ist der älteste Stadtteil Turins. In römischer Zeit lebten etwa 5.000 Einwohner innerhalb der Stadt, die von hohen Stadtmauern umgeben war. Bis im 13. Jahrhundert das Herzogtum von Savoyen die Regierung übernahm, war Turin zu einer recht bedutungsvollen Stadt gewachsen. Für das vereinigte Italien war es ab 1861 sogar die Hauptstadt, drei Jahre später allerdings dann Mailand. Etwa 900.000 Menschen leben unmittelbar in Turin und rund 1.700.000 leben im Turiner Ballungsraum.


Tor zur Region Piemont

Turin - Palazzo Madama
Turin - Palazzo Madama Stadtpalast der Herrscher von Savoyen (Rückseite) - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Die Stadt am Fluss ist zugleich Hauptstadt der Region Piemont und der Provinz Turin. Vierzehn Schlösser zeugen von dieser ruhmreichen Geschichte. Weitere Highlights von Turin sind die Mole Antonelliana (ital. mole: „sehr großes Bauwerk“), die Kathedrale Duomo di San Giovanni (Turiner Grabtuch), das Museo Egizio, der Palazzo Reale und der Palazzo Madama sowie die Wallfahrtskirche Superga auf dem Berg Sassi. Zu den moderneren Bauten der Stadt gehört das Lingotto-Gebäude. Diese ehemalige Autofabrik (Fiat), die seinerzeit grösste der Welt, beherbergt heute ein Kongresszentrum, ein Einkaufszentrum, eine Konzerthalle, eine Kunstgalerie und ein Hotel in Turin.

Einen ersten Überblick zeigt Ihnen das untenstehende Video....!


Torino... uno sguardo sulla città



Firma Fiat

Turin
Turin Lingotto - Automobilwerk der Firma Fiat in Turin (1928) - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Dgtmedia - Simone - Lizenz s.u.


Fiat ist der Markenname des größten italienischen Autoherstellers in Turin, Norditalien. Fiat ist ein Akronym für Fabbrica Italiana Automobili Torino (Italienische Autofabrik von Turin). Außerdem ist das Wort „fiat“ lateinisch und heißt übersetzt „es werde“. Weiterhin ist Fiat die Muttergesellschaft von CNH, dem größten Traktorenhersteller weltweit, und IVECO dem zweitgrößten europäischen LKW-Hersteller und einem der größten Produzenten von Dieselmotoren weltweit. Gegründet wurde die Firma 1899 von acht Gründungsmitgliedern, unter ihnen Sen. Giovanni Agnelli, der Großvater des vormaligen Präsidenten Gianni Agnelli. Von 1960 bis heute hat sich Fiat zu einer internationalen Firmengruppe entwickelt, die weitaus mehr herstellt als nur Autos. Auch heutzutage noch ist die Stadt ein wichtiges industrielles Zentrum und insbesondere bekannt als der Sitz des Autoherstellers Fiat, das 1899 hier gegründet wurde. Auf dem Bild links ist das Automobilwerk Lingotto in Turin zu sehen.


Mole Antonelliana

Turin
Turin Mole Antonelliana - Bildquelle: © Joakant / Pixelio.de


Eines der Wahrzeichen von Turin ist die Mole Antonelliana, errichtet 1863 - 1880 nach Plänen von Alessandro Antonelli (1798 - 1888). Eine Fahrt zum höchsten Punkt von Turin ist die Aufzugfahrt im Gebäude der Mole Antonelliana. Einst war das als Synagoge geplante Bauwerk mit 167 Metern das höchste nur aus Steinen und Ziegeln errichtete Bauwerk der Welt. 1953 stürzte es teilweise ein, wurde - mit Stahl verstärkt - wiederaufgebaut und beherbergt heute eines der größten Kinomuseen Europas. Sehenswert in Turin ist ferner das berühmte Lingotto-Gebäude, einstmals die größte Autofabrik der Welt. Es wurde nach Plänen des Architekten Renzo Piano umgebaut und ist heute ein Kongreßzentrum, Konzerthalle, Kunstgalerie und Hotel.

Das Museo Egizio hat eine der international wichtigsten Sammlungen antiker ägyptischer Kunst. Historisch war Turin, die majestätische Stadt am Po, die erste Hauptstadt des modernen Italien. Bei dieser Gelegenheit empfehle ich einen Abstecher zum Castello Grinzane Cavour in der Nähe von Alba.

Bildquelle: © Joakant / PIXELIO



Turin piazza costello

Turin - Piazza Costello - eingebunden über Wikimedia Commons


Kulinarisches

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Turin Palazzo Reale in Turin - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Martin Teetz (Public domain)


Desweiteren ist Turin auch die Hauptstadt der Region Piemont und bekannt unter anderem für eine ausgezeichnete Küche. Ich denke im besonderen an das "weiße Gold"- die Trüffel von Alba. Diese Spezialitäten finden Sie einen Steinwurf vom Dom entfernt auf dem Markt an der Porta Palazzo - aber nur, wenn Sie früh aufstehen. Schon morgens um 7.00 Uhr herrscht ein unübersehbares Gewühl in und um die alten Markthallen aus Stahl und Glas. Hier können Feinschmecker die ganze Schatzkammer des Piemont entdecken: Peperoni, Spargel und Artischocken, aber auch Rebhühner, gehäutete Hasen und saftige Wildschweinschenkel. Würzig weht ein Käsegeruch herüber, und für den Nachtisch liegen Piemontkirschen und Aprikosen bereit. Die größten Schätze ruhen jedoch in der Gemüseabteilung - weiße und schwarze Trüffel, die von den Marktfrauen mit Argusaugen bewacht werden.


Basilika Superga

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Turin Fernansicht der Basilika Superga - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Die nach ihrem Standort benannte Basilika Superga, eigentlich Basilica della Natività di Maria Vergine, ist eine bedeutende Wallfahrtskirche bei Turin in Italien. Die Kirche steht an imposanter Stelle hoch über der Stadt Turin - bei gutem Wetter sind die Alpen von hier zu sehen - und gehört zu den bedeutendsten Werken des Architekten Juvarras. Die Superga ist ein Meisterwerk des Barocks und eine Synthese der Baukunst. Drei Freitreppen führen zum feierlichen Portikus, dieser bildet den Eingang in das kuppelüberwölbte Gotteshaus und erinnert so an das Pantheon (Rom), während die mächtige Kuppel jener des Petersdoms nachempfunden ist.



Basilica di Superga

Wallfahrtskirche Basilika Superga, eigentlich Basilica della Natività di Maria Vergine - eingebunden über Wikimedia Commons


Kathedrale Duomo di San Giovanni

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Turin Kathedrale Duomo di San Giovanni - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Die Kathedrale Duomo di San Giovanni, gebaut in den Jahren 1491-1498, beherbergt das Turiner Grabtuch- ein mittelalterliches Leinentuch mit dem Abbild eines Mannes. Im Mai 1898 fotografierte der Turiner Ratsherr Secondo Pia das „Turiner Grabtuch“. Im Negativ des Fotos zeigte sich das Bild eines Mannes, der von Gläubigen für das wahre Abbild von Jesus gehalten wird. Im August 2000 wurde im Dom zu Turin das 4,36 Meter lange und 1,09 Meter breite Grabtuch gezeigt, mit dem Jesus nach der Kreuzabnahme zugedeckt worden sein soll. In dem Leinen, sofern es sich tatsächlich um ein Leichentuch handelte, könnte auch ein Unbekannter gelegen haben.


Turin
Turin Dom zu Turin - Foto: Wikipedia - Autor: bluviolin - Lizenz s.u.


Zur Zeit der römischen Cäsaren hat man unzählige Menschen gefoltert und gekreuzigt. Der auf dem Tuch abgebildete Leichnam hat seine Hände über dem Unterleib gekreuzt, eine erst ab dem 11. Jahrhundert übliche Bestattungsmethode. Bei den Juden kreuzte man bei Verstorbenen die Hände über der Brust. Außerdem wurden die Toten bei den Juden kahl geschoren, was beim Abbild auf dem Tuch nicht der Fall ist. Dies mögen alles Zufälligkeiten sein, aber andere Untersuchungsergebnisse sind schwerwiegender.


Turiner Grabtuch

Turin
Turin Turiner Grabtuch - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Das Tuch wurde bereits vor rund 640 Jahren vom französischen Priester Cyr Ulysse Chevalier untersucht. In seinem Bericht wurden Zweifel an der Echtheit geäußert, zumal der damalige Besitzer Auskünfte über die Herkunft des Tuches verweigerte. 1389 berichtete der französische Bischof Pierre d’Arcis dem Papst, dass das vermeintliche Grabtuch "auf listige Weise" gemalt wurde und aus Gründen der Gewinnsucht für die Kirche erworben worden sei. Tatsächlich besteht das Abbild aus Roteisenocker, Flüssigkeitsreste wie Blut fehlen vollständig. Proben des Tuches wurden in Labors in Zürich (Schweiz), Oxford (England) und Tucson (Arizona - USA) unabhängig voneinander und mehrfach mit der so genannten C-14 Methode (Radiokarbonmethode) untersucht.

Alle Resultate waren eindeutig. Das Tuch entstand demnach zwischen 1260 und 1390 nach Christus, was auch mit der Tatsache übereinstimmt, dass das Grabtuch vor dem 14. Jahrhundert nirgendwo erwähnt wurde.


Beweise

Turin
Turin Grabtuch von Turin - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Die Kirche erkennt das Turiner Grabtuch nicht als Reliquie an, sondern stuft es als Ikone (Heiligenbild) ein. Die Kirche hat also vorsichtig entschieden, denn die wissenschaftlichen Beweise, wonach es sich bei diesem Grabtuch um eine mittelalterliche Fälschung handelt, sind erdrückend. Alle bisher präsentierten "Beweise" für die Echtheit des Tuches haben sich bei genauer Betrachtung als Irrtum oder Legende herausgestellt. Dies wird auch weiterhin Autoren nicht daran hindern, erfundene „Bestätigungen“ für die Echtheit des Grabtuches zu präsentieren. Spekulationen, ob das Grabtuch Hinweise darauf enthalten könnte, dass Jesus die Kreuzigung möglicherweise überlebt habe, ergeben keinen Sinn, solange die Echtheit des Tuches nicht geklärt ist – wobei zu beachten ist: auch ein hypothetischer zukünftiger Nachweis, dass das Tuch um 30 n. Chr. entstanden wäre und die Spuren eines tatsächlichen gekreuzigten Körpers enthielte, nichts über die betroffene Person aussagen könnte.


Turin - Museum Egizio
Turin - Museum Egizio Papyrus im Museum Egizio - Foto: Wikipedia (Public domain)

Museo Egizio

Turin - Museum Egizio
Turin - Museum Egizio Sphinx - Foto: Wikipedia - Autor: Tim Adams - Lizenz: s.u.


Eines der bedeutendsten Museen in Italien ist das Museo Egizio (ital. Museo delle antichità egizie di Torino) in Turin. Das Museo Egizio ist ein Museum, das sich ausschließlich mit Ägyptologie befasst. Die Sammlung umfasst 32.500 Artefakte, von denen 6.500 ausgestellt sind. Damit steht es an neunter Stelle der großen Sammlungen ägyptischer antiker Werke. Erster Direktor des Museums war Ernesto Schiaparelli, der zuvor das ägyptische Museum in Florenz geleitet hatte. Das Museo Egizio befindet sich in der Via Accademia delle Scienze Nr. 6 und ist mit fast 200 Jahren das älteste seiner Art. Es gilt als eine der bedeutendsten Sammlungen altägyptischer Kunst und Kultur außerhalb von Kairo. Nach fünf Jahren Umbauzeit ohne Öffnungsunterbrechung und von der Stadt Turin investierten Kosten von 50 Millionen Euro wurde das Museum zum geplanten Termin am 1. April 2015 von Christian Greco wieder eröffnet. Nach Eleni Vassilika ist er seit April 2014 der neue Direktor des Museums.

Die Sammlung geht unter anderem auf die Zukäufe von Karl Felix, König von Sardinien-Piemont, zurück. Höhepunkte der Sammlung sind die komplette Grabausstattung des Architekten Cha und seiner Frau Merit aus der 18. Dynastie [1].


Informationen:

Turin - Region Piemont
Turin - Region Piemont Castello del Valentino - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Adresse:

TORINO - PIAZZA CARLO FELICE (FRONTE STAZIONE PORTA NUOVA)

UFFICIO DEL TURISMO

Piazza Carlo Felice
Turin - Italy

Telefon: +39 011535181

E-Mail: info.torino@turismotorino.org

Internet: www.turismotorino.org/torino/DE/home

Öffnungszeiten:

Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag | Sonntag
Uhrzeit: 09.00 - 18.00 Uhr


Region Piemont

Region Piemont
Region Piemont Riviera Cannero - Lago Maggiore (Promenade) - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Die Region Piemont hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Insidertipp zu einem beliebten Reiseziel besonders für Liebhaber der guten Küche entwickelt. Die fruchtbare Region im Nordwesten Italiens baut nicht nur weltbekannte Weine an, sondern besitzt mit dem Gebiet um Vercelli eines der bedeutendsten Reisanbaugebiete Europas. Die weißen Trüffel aus Alba sind ebenso begehrt wie die Haselnüsse aus Cortemilia....

Weitere Informationen zur Region Piemont in Norditalien finden Sie hier....!


Quellenangabe:


1.: Die Informationen zum Museo Egizio in Turin stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 28.02.2017!

Die Fotos "Titelfoto: Turin und der Po - Autor: Giuseppe Zeta" - "Lingotto - Automobilwerk der Firama Fiat in Turin (1928) - Autor: Dgtmedia - Simone" - "Dom zu Turin - Autor: bluviolin" - "Museo Egizio - Sphinx - Autor: Tim Adams" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Inhalte. Die Fotodateien wurden unter den Bedingungen der Creative CommonsNamensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“ Lizenz veröffentlicht.


Fotos aus Turin



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