Verona - Sakralbauten Teil I.

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Basilica San Zeno Maggiore - Foto: Wikipedia - Autor: Mcarm - Lizenz: s.u.




Überblick

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Chiesa di Santo Stefano - Foto: Wikipedia - Autor: Geobia - Lizenz: s.u.



Das Stadtbild von Verona prägen zahlreiche Kirchen und Kapellen. Einen besonders schönen Blick auf die Altstadt hat man vom Hügel San Pietro, wo sich auch das Teatro Romano und das Archäologische Museum befindet. Das Museum ist übrigens im ehemaligen Kloster des hl. Hieronymus untergebracht. Über dem Theater und dem Museum thront das alte Castel San Pietro. Von dieser Stelle aus sieht man sehr viele Türme, wovon es sich bei dem meisten um Kirchtürme handelt. Wir beginnen unseren Rundgang hier vom Museum aus und gehen etwa 200 m nordwestlich in Richtung des Flusses zum Lungoadige San Giorgio, wo sich die Chiesa Santo Stefano befindet. Santo Stefano ist eine paläochristliche, römisch-katholische Kirche im Zentrum von Verona. Das Gebäude steht auf einem einst der Isis geweihten römischen Tempel.



Chiesa Santo Stefano

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Kapelle Varelli in der Kirche Santo Stefano - Foto: Wilkipedia - Autor: Adert - Lizenz: s.u.


Die Kirche San Stefano wurde 421 eingeweiht und war vier Jahrhunderte lang die Begräbnisstätte der Bischöfe von Verona. Für eine Zeit diente sie als Kathedrale der Stadt. Während des 10. Jahrhunderts wurde die Krypta gebaut. Der Glockenturm enthält sechs Glocken. Eine Inventarliste aus dem Jahr 1750 vermerkt, das dass Hauptaltarbild und der Chor von Domenico Brusasorzi (* 1516 – † 1567) gestaltet wurde. Weiterhin finden sich Fresken von Bernardo Muttoni, einige Figuren über dem Hauptaltar wurden von Santo Prunati gemalt; die Decke und die Kuppelfresken stammen jedoch hauptsächlich von Brusasorzi. Im letzten Altar auf der linken Seite ist eine Jungfrau mit Kind und hl. Joseph, Johannes der Täufer, Franziskus und Antonius von Padua von Alessandro Marchesini und eine Jungfrau und Kind mit dem hl. Vicenzo, Stefano, Antonius Abbas und Francesco di Paola von Santo Prunati. Die schöne Krypta besitzt Fresken von Giulio Carpioni dem Jüngeren (Visitation und Ruhe in Ägypten), Paolo Cimengoli (Verkündigung) und Santo Prunati (Geburt), die Kopie eines Werkes von Raffael (1483 – 1520). [2]



Verona - Santo Stefano - Cripta

Verona - Chiesa Santo Stefano - Krypta - eingebunden über Wikimedia Commons


Chiesa di San Giorgio in Braida

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Chiesa di San Giorgio in Braida - Foto: Wikipedia - Autor: Martin Kraft - Lizenz: s.u.


Von San Stefano geht es weiter nordwestlich etwa 200 m und Sie gelangen zur Chiesa di San Giorgio in Braida. Die katholische Kirche liegt im mittelalterlichen Stadtteil Borgo Trento an der Piazetta San Giorgio unweit der Straße, die nach Trient und Südtirol im Norden führt. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle eines früheren Klosters errichtet. Der Glockenturm stammt aus dem 12. Jahrhundert und gehörte noch zur Klosterkirche, die im 11. Jahrhundert erbaut wurde und von der noch der alte Kreuzgang existiert. Die Fassade besteht aus weißem Marmor und im unteren Bereich wird sie durch sechs Pilaster mit Kapitellen der ionischen Ordnung aufgeteilt; darüber sind vier Pilaster mit Kapitellen der korinthischen Ordnung zu sehen.


Kunstwerke

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Chiesa di San Giorgio in Braida - Martyrium des hl. Georg, 1564 - Paolo Veronese (1528 – 1588) - Foto: Wikipedia (Public domain)


In den beiden Seitennischen links und rechts der Fassade befinden sich die Statuen von San Giorgio und San Lorenzo Giustiniani und den Abschluss der Fassade bildet ein Dreiecksgiebel. Der Glockenturm beherbergt sechs Glocken, die 1776 von der Gießerei Ruffini gegossen wurden. Berühmt ist der Glockenturmkomplex nicht nur für seine archtektonische Gestaltung sondern vor allem für die Schönheit des Klanges, die sich aus dem Zusammenspiel der sechs Glocken ergibt. Der Innenraum von San Giorgio in Braida besitzt ein einziges Kirchenschiff mit jeweils vier Kapellen auf jeder Seite. Er wurde zwischen 1536 und 1543 fertiggestellt und enthält wichtige Kunstwerke.


Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Chiesa di San Giorgio in Braida - Fassade


Über dem Haupteingang befindet sich ein Werk von Jacopo Tintoretto (*1518 - † 1594), das die Taufe Christi darstellt. Unter der Kuppel befindet eine Arbeit von Paolo Veronese (1528 - 1588). Im Presbyterium sind zwei große Gemälde zu sehen: Paolo Farinato (* 1524 in Verona; † 1606), „Vermehrung der Brote“, das andere von Domenico Brusasorzi (* 1516 – † 1567), „Manna in der Wüste“. Schließlich noch ein weiteres Meisterwerk von Paolo Veronese: „Martyrium des Heiligen Georg“. Im Jahr 1540 baute Michele Sanmicheli (* 1484 in Verona; † 1559) die Kuppel der Kirche und schuf den großen Chor. Westlich von San Giorgio in Braida befindet sich die Porta Trento und ein Teil eines Festungswerks der Östereicher.



Duomo di Verona - navata centrale

Kathedrale von Verona, Innenraum - eingebunden über Wikimedia Commons


Dom von Verona

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Cathédrale Santa Maria Matricolare - Foto: Wikipedia - Autor: Jean-Christophe BENOIST - Lizenz: s.u.


Nur durch das Südufer der Etsch getrennt - gegenüber von San Giorgio in Breida - befindet sich eine der Hauptkirchen von Verona: die Kathedrale Santa Maria Matricolare. Das Gotteshaus (ital.: Cattedrale Santa Maria Matricolare) ist eine römisch-katholische Kirche, die der Jungfrau Maria geweiht ist. Es handelt sich hier um den Bischofssitz der Diözese von Verona. Die Kirche wurde 1117 an der Stelle zweier frühchistlicher Kirchen errichtet, die durch ein Erdbeben zerstört wurden. Das Kirchengebäude wurde im romanischen Stil erbaut und am 13. September 1187 eingeweiht. Die Struktur wurde später durch mehrere Renovierungsmaßnahmen verändert, obwohl der Grundplan unverändert geblieben ist.


Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Kathedrale von Verona - romanischer Kreuzgang ( 1117 - 1120 ) - Foto: Wikipedia - Autor: Wolfgang Sauber - Lizenz: s.u.


Die Fassade ist in drei Teile geteilt, mit einem Giebel und einer zweistöckigen Vorhalle und einem mit Skulpturen verzierten Portikus, das ein Werk des Bildhauers Nicholaus aus dem 12. Jahrhundert darstellt, der auch den Eingangsbereich der Abteikirche von San Zeno ausführte. Die Lünette zeigt die Jungfrau mit dem Christuskind im Hochrelief, das zwischen zwei niedrigen Reliefs, der Verkündigung an die Hirten (links) und der Anbetung der Könige (rechts), zentriert ist. Die gotischen Fenster in der Fassade zeugen von der Renovierung im 14. Jahrhundert. Der barocke Anbau im oberen Teil der Fassade ist Teil der Ergänzungen des 17. Jahrhunderts. Auf der Südseite der Kirche befindet sich ein zweites Portal im sogenannten Lombard- oder Como-Stil. Die Hauptapsis hat ihre Integrität bewahrt und ist ein Beispiel für Architektur aus der Mitte des 12. Jahrhunderts.


Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Kathedrale von Verona - Foto: Wikipedia - Autor: Jakub Halun - Lizenz: s.u.


Der Glockenturm (9 Glocken), der im 16. Jahrhundert von Michele Sanmicheli begonnen und unvollendet geblieben ist, besitzt zwei Säulenreihen mit reich verzierten Kapitellen, Basreliefs und Spuren von Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Die heutige Ansicht des Kircheninneren stammt aus der Renovierung des 15. Jahrhunderts. Sie besteht aus einem Hauptschiff und zwei Seitenschiffen, die durch hohe Pilaster aus rotem Marmor aus Verona, die gotische Arkaden tragen, getrennt sind. Die ersten drei Kapellen auf jeder Seite sind im gleichen Stil und beherbergen hauptsächlich Werke der Renaissance von Veroneser Künstlern. Das Kirchenschiff endet mit der Hauptkapelle (Cappella Maggiore), ebenfalls von Sanmicheli.

Adresse:

Cattedrale di Verona S. Maria Assunta

Piazza Duomo,21
37121 Verona - Italy

Telefon: 045595627 Canonica

E-mail: cattedralediverona@cattedralediverona.it

Internet: www.cattedralediverona.it/





Chiesa di Sant’Anastasia

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Chiesa di Sant’Anastasia - Fassade - Foto: Wikipedia - Autor: Jean-Christophe BENOIST - Lizenz: s.u.


Die Chiesa di Sant’Anastasia ist die größte gotische Kirche Veronas. Sie wurde von den Dominikanern um 1290 begonnen und 1481 fertiggestellt. Ihre Fassade blieb unvollendet. In der Römerzeit endete hier die Via Postumia. Der ostgotische König Theoderich ließ an dieser Stelle zwei kleine Kirchen errichten, die den Heiligen Anastasia und Remigius geweiht waren. 1261 wurden sie Dominikanern übergeben, die 1290 beschlossen, eine einzige Kirche zu errichten, die einem ihrer eigenen Märtyrer, Petrus von Verona, geweiht war. In der Bevölkerung wurde jedoch der Name Sant'Anastasia weiter verwendet. Der von hohen Marmorsäulen dreischiffig aufgeteilte Innenraum ist reich ausgestaltet. Ein farbiger Fußboden und ornamentale Gewölbeausmalungen prägen das Bild. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehören einige Fresken und die Gräber einst populärer Veroneser Persönlichkeiten. Bekannt sind die Weihwasserbecken am ersten Säulenpaar, die von zwei berühmten Renaissancefiguren, den „due gobbi“, getragen werden.


Chiesa San Fermo Maggiore

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Chiesa San Fermo Maggiore - Fasdsade - Foto: Wikipedia - Autor: YukioSanjo - Lizenz: s.u.


Die Chiesa San Fermo Maggiore befindet sich auf der Westseite der Etsch unweit der Brücke Ponte delle Navi in Verona. Es ist eine römisch-katholische Kirche in der Diozöse Verona. Die Kirche wurde bereits im 11. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet. Abgeschlossen wurde der Bau im 15. Jahrhundert und enthält somit auch Elemente der Gotik. Eine erste Kirche an dieser Stelle wurde möglicherweise schon im 8. Jahrhundert errichtet. Im 11. Jahrhundert wurde eine zweite Kirche und ein Glockenturm vom Orden der Benediktiner hinzugefügt, allerdings wurde der Glockenturm erst im 13. Jahrhundert fertiggestellt. Er enthält sechs Glocken, die im Jahr 1755 gegossen wurden und mit Kunst aus Verona verziert waren. Der Innenraum wurde später mit einem Altarbild des heiligen Franz von Assisi von Giovanni Battista Belloti (1667 - 1730) dekoriert. Das Presbyterium beherbergt Reliquien der Heiligen Fermo und Rustico.


Verona - Kirchen
Verona - Kirchen San Fermo Maggiore, Interior - Foto: Wikipedia - Autor: YukioSanjo - Lizenz: s.u.


Die Fassade der Kirche wurde um 1350 fertiggestellt und ist eine Fusion von romanischem und gotischem Stil. Die Fassade ist ausgestattet mit zwei Loggien und einer Trifora sowie einem imposanten romanischen Portal, das im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Auf der linken Seite des Portals befindet sich eine Grablege (Arca) ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert mit den Überresten von Aventino Fracastoro, einem Arzt der Scaliger. Die Apsiden des Gebäudes sind mit Zinnen verziert, die durch besonders hohe Fenster und einer Loggia aus dem 15. Jahrhundert belebt werden. Der Glockenturm ist in Terrakotta und Tuffstein gegliedert und besitzt Rundbögen. Die Bronzetür stammt aus neuerer Zeit und ist das Werk von Luciano Minguzzi- sie wurde am 21. Juni 1997 eingeweiht. Die Kirche ist einschiffig und besitzt fünf Apsiden. Der Altar Della Torre (Barockstil) stammt aus dem 18. Jahrhundert zusammen mit dem Altaraufsatz von Bellotti. Auch das Presbyterium besitzt einen Altar- ein Werk von Schiavi. Hier werden die Reliquien der Heiligen Fermo und Rustico aufbewahrt. Wenn Sie in die Kirche eintreten, sehen Sie über dem bronzenen Portal eine Kreuzigung, dies ist ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert, das Turone di Maxio zugeschrieben wird.



San fermo, verona, chiesa inferiore 03

Chiesa San Fermo Maggiore in Verona - Blick auf den Altar - eingebunden über Wikimedia Commons


Chiesa Santa Maria Antica

Verona - Kirchen
Verona - Kirchen Sarkophag über dem Portal der Kirche Santa Maria Antica


Die Chiesa Santa Maria Antica ist eine römisch-katholische Kirche in Verona. Die heutige Kirche ist romanisch und stammt aus dem Jahr 1185. Nach dem Erdbeben von 1117 wurde das ursprüngliche Gebäude, das auf das Ende der lombardischen Herrschaft im 7. Jahrhundert zurückgeht, wieder aufgebaut. Die einzigen erhaltenen Überreste des Gebäudes aus dem 7. Jahrhundert sind ein Fragment eines schwarzen und weißen Mosaikbodens. Das heutige Gebäude wurde vom Patriarchen von Aquileia eingeweiht und diente als Privatkapelle der herrschenden Scaligeri-Familie von Verona, die sich neben ihrem Familienfriedhof...

Weitere Informationen zur Chiesa di Santa Maria Antica und den Scaliger-Gräbern in Verona finden Sie hier....!


Amphitheater Verona

Verona - Arena
Verona - Arena ...die berühmte römische Arena...


Das gut erhaltene und in das heutige Stadtbild mit einbezogene Amphitheater wurde wahrscheinlich unter Kaiser Tiberius um 30 n. Chr. erbaut. Es entstand ein halbes Jahrhundert vor dem Kolosseum in Rom (80 n. Chr.) und ist somit eines der frühesten Beispiele für ein von den Römern fortentwickeltes, in Form eines geschlossenen Ovals angelegtes Amphitheater. Das Bauwerk ist 138 m lang, 109 m breit und ist das nach dem Erhaltungszustand zweitgrößte Amphitheater neben dem Kolosseum in Rom....

Weitere Informationen zum römischen Amphitheater in Verona finden Sie hier....!


Quellenangabe:


1.: Die Informationen zur Geschichte der Stadt Verona basieren auf dem Artikel Verona (Stand vom 18.09.2017) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

2.: Die Informationen zur Chiesa di Santo Stefano in Verona stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 09.02.2018!

Die Fotos "Chiesa di San Stefano - Autor: Geobia" - "Chiesa di San Giorgio in Braida - Autor: Martin Kraft" - "Kapelle Varelli in der Kirche San Stefano - Autor: Adert" - "Kathedrale von Verona - Autor: Jakub Halun" - "Kathedrale von Verona - romanischer Kreuzgang - Autor: Wolfgang Sauber" - "Chiesa San Fermo Maggiore; San Fermio Maggiore, Interior; (2 Fotos) - Autor: YukioSanjo" - "Cathédrale Santa Maria Matricolare; Chiesa di Sant’Anastasia - Fassade; (2 Fotos) - Autor: Jean-Christophe BENOIST" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und werden unter den Bedingungen der Creative CommonsNamensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“ Lizenz veröffentlicht.


Fotos aus Verona - Sakralbauten Teil I.



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